Farbsysteme für die wasserlose Lithografie
Die wasserlose Lithografie erfordert eine Druckmaschine mit einem speziellen Temperaturkontrollsystem. Zwei Hauptmethoden kommen zum Einsatz: ein Kühlsystem für die Farbwalzen und ein Kühlsystem für den Plattenzylinder. Das Farbwalzensystem modifiziert ein Standard-Farbwerk mit hohlen Schwingwalzen, die eine gekühlte oder erwärmte Wasserlösung zirkulieren lassen. Dadurch kann der Bediener die Farbtemperatur in einem präzisen Bereich von nur wenigen Grad halten.
Diese wassergekühlten Schwingwalzen werden als einseitig oder beidseitig angeschlossen klassifiziert. Einseitig angeschlossene Schwingwalzen haben Wasserzufluss und -abfluss am selben Ende der Walze, während beidseitig angeschlossene Schwingwalzen den Zufluss an einem Ende und den Abfluss am anderen Ende aufweisen. Die beidseitige Bauweise bietet eine überlegene Kühlgleichmäßigkeit über die gesamte Walzenbreite.

Jede wasserlose Farbrezeptur erzielt oft bei einer leicht abweichenden Temperatur optimale Ergebnisse. Beispielsweise kann Schwarze Farbe bei 72~74°F (22,2~23,3°C) die besten Resultate erzielen, während Cyan-Farbe bei 68~70°F (20~21,1°C) am besten läuft. Jedes Farbwerk verfügt daher über eine unabhängige Temperaturregelung über eine Zonensteuereinheit, die heißes und kaltes Wasser auf die für die jeweilige Farbe erforderliche präzise Temperatur mischt. Infrarotsensoren überwachen die Temperatur jedes Druckwerks und liefern sofortige Rückmeldung, um eine gleichbleibende thermische Wartung zu gewährleisten.
Die Technologie wird zunehmend in automatisierte Druckmaschinensysteme und datengesteuerte Prozesskontrollen integriert, was mit den Branchentrends zu nachhaltiger Fertigung und erhöhter Betriebspräzision einhergeht.