Druckwissen
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Analyse der Druckfarbenfolge im Flexodruck

Im Farbdruck werden üblicherweise vier Farben verwendet: Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz, die in einer bestimmten Reihenfolge gedruckt werden. Theoretisch sind mit diesen vier Farben vierundzwanzig verschiedene Druckfarbenfolgen möglich, und jede Reihenfolge sollte zufriedenstellende Ergebnisse liefern. Unterschiedliche Reihenfolgen können jedoch zu abweichenden Farbergebnissen auf dem Bedruckstoff führen. Eine rationelle Druckfarbenfolge verbessert die Farben, bringt das Bild näher an das Original und kann Klarheit und Tiefe erhöhen. Zudem schützt sie die Papieroberfläche, erhöht den Glanz des Produkts und erleichtert die Passerung. Dies ist besonders wichtig im Farbdruck, insbesondere bei Verpackungen, wenn mehr als vier Farben, Sonderfarben oder vollflächige Deckung verwendet werden.

Im Flexodruck verwenden Farbplatten oft Volltonfarben, und die wasserbasierten Farben haben typischerweise eine geringere Transparenz. Daher muss bei der Festlegung der Passerreihenfolge der Farbplatten berücksichtigt werden, ob die überlappenden Farben die Originalanforderungen erfüllen und ein gutes Passerungsergebnis erzielen, da dies die Produktqualität direkt beeinflusst. Die Druckfarbenfolge wird hauptsächlich durch das Design des Originals und die gewählte Plattenherstellungsreihenfolge bestimmt, kann aber auch je nach Produkteigenschaften und Prozessanforderungen variieren.

Im Allgemeinen wird die Farbenfolge im Flexodruck durch die folgenden Faktoren bestimmt:

  1. Farben mit starker Deckkraft sollten zuerst gedruckt werden. Typischerweise werden helle Farben zuerst gedruckt, gefolgt von dunkleren Farben.
  2. Beim Drucken mehrerer Farben ohne dunkle Kontur sollte die dunkle Kontur zuerst gedruckt werden.
  3. Wenn eine dunkle Farbe benötigt wird, um die Ränder der Bildkontur abzudecken und Randbildung zu vermeiden, muss sie zuletzt gedruckt werden. Wenn diese dunkle Farbe jedoch auch als Passerungsstandard dient, kann sie teilweise zuerst gedruckt und dann mit den anderen Farben passergenau ausgerichtet werden, wobei die dunkle Kontur zuletzt gedruckt wird.
  4. Der Hauptfarbton des Bildes wird im Allgemeinen so angeordnet, dass er zuletzt gedruckt wird.
  5. Bei Bildern, die sowohl Halbtöne als auch vollflächige Volltonfarben enthalten, sollten Halbton- und Volltonfarben getrennt gedruckt werden, um den Anpressdruck anzupassen und unterschiedliche Farben zu verwenden, wodurch die Druckqualität sichergestellt wird.

Beim Dreifarbdruck ist die typische Farbenfolge: Cyan, Magenta, Gelb, mit Volltondichten von etwa 1,6 für Cyan, 1,4 für Magenta und 1,2 für Gelb.

Als Nächstes betrachten wir einen wichtigen Anwendungsbereich des Flexodrucks: die Farbenfolge beim Druck von flexiblen Kunststoffverpackungen.

Der Druck von flexiblen Kunststoffverpackungen beginnt üblicherweise mit einer weißen Farbgrundierung, um andere Farben hervorzuheben. Diese Methode hat mehrere Vorteile: Erstens hat weiße Farbe die beste Affinität zu Polyolefinfolien (PE, PP) und bietet eine starke Haftung; zweitens reflektiert Weiß alle Farben, wodurch die gedruckten Farben lebendiger wirken; drittens verdickt es die Farbschicht und bereichert die Tiefe und Plastizität des Drucks.

Flexodruck auf flexiblen Kunststoffverpackungen kann in Innen- und Außendruck unterteilt werden. Beim Innendruck wird eine Spiegelbildplatte verwendet, um die Farbe auf die Innenseite einer transparenten Folie zu übertragen, wodurch auf der Außenseite der Folie ein korrektes Bild entsteht. Beim Außendruck ist die Farbenfolge umgekehrt. Für den Außendruck ist die typische Reihenfolge: Weiß, Gelb, Magenta, Cyan, Schwarz. Für den Innendruck ist es: Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb, Weiß.

Im Vergleich dazu sind innenbedruckte Materialien heller, farbenfroher, lichtbeständiger, feuchtigkeitsbeständig, abriebfest, langlebig, haltbar, kleben nicht und brechen nicht. Da die Farbe auf der Innenseite der Folie gedruckt wird (zwischen zwei Folienschichten eingeschlossen), kontaminiert sie die verpackten Gegenstände nicht und entspricht den Hygienevorschriften.

Flexodruckmaschinen sind Mehrfarbendruckmaschinen, die ein Nass-in-Nass-Überlagerungsverfahren mit mindestens sechs Farben verwenden, typischerweise zehn, und bis zu zwölf Farben erreichen können, einschließlich UV- und Infrarotglanz. Die gedruckten Produkte bestehen hauptsächlich aus dekorativen Druckmaterialien mit Text, Bildern, Halbtönen und Volltonfarben, wobei einige Metallfarben und Glanz erfordern. Daher ist die Farbenfolge im Flexodruck sehr flexibel. Bei der Festlegung der Druckfarbenfolge müssen die spezifischen Produktanforderungen analysiert werden, um die beste Reihenfolge zu erzielen. Beispielsweise können Halbtöne zuerst gedruckt werden, gefolgt von Volltonfarben, dann Metallfarben und schließlich Glanz. In einigen Fällen, wenn die Farbe zu dunkel ist und die Rasterwalze die erforderliche Schichtdicke nicht liefern kann, muss die Farbe möglicherweise mit einer anderen Einheit erneut gedruckt werden. Die Reihenfolge für Vierfarb-Halbtöne sollte nicht willkürlich geändert werden. Beim Sonderfarbdruck gilt die allgemeine Regel, dass hellere Farben zuerst gedruckt werden, um die Helligkeit der dunkleren Farben bei der Überlagerung zu erhöhen. Bei Sonderfarben, die im Überlagerungsverfahren gedruckt werden, sollte die Reihenfolge so sein, dass die Sekundärfarbe zuerst und die Primärfarbe danach gedruckt wird.